Freestyle

FMX-FREESTYLE mit den weltbesten Fahrern

Nur die allerbesten FMX-Fahrer haben eine Chance zur erlesenen Auswahl der Weltklasse-Fahrer zu gehören, die beim Freestyle-Contest in Kiel gegeneinander antreten. Die FMX-Motocross-Rider werden bei Sprüngen in einer Höhe von bis zu 15 Metern und einer Distanz von 30 Metern bis unters Hallendach katapultiert und buhlen um den stärksten Applaus des Publikums - der entscheidet nämlich über den Titel "König der Lüfte" von Kiel.
Presentation, Warm-Up Whip-Battle, Syncro Jump, Halbfinale und Best Trick Big Final - nur in Kiel gehen die Freestyler 5 mal pro Show in die Luft und zeigen ihre atemberaubenden Jumps. Der Wahnsinn auf 2 Rädern, der die Zuschauer garantiert von den Sitzen reißen wird.
Noch mehr Rampen, gigantische, neue Sprünge - FMX stößt in eine neue Dimension vor! Und wer sagt denn, dass "nur" Motorräder durch die Luft fliegen können...

Freestyle Motocross (FMX)

Sie sind die Könige der Lüfte und begeistern die Fans beim ADAC JUMP & RACE MASTERS jedes Mal auf Neue: Die Freestyler mit ihren waghalsigen Sprüngen. Das Niveau der FMX-Elite ist in den letzten Jahren zusehends gestiegen. Akrobatische Tricks, die höchstes fahrerisches Können voraussetzen, Körperbeherrschung, Risikobereitschaft und immer wieder Training, stehen auf der Tagesordnung. Sie reichen nicht selten über eine atemberaubende Distanz von 20 m und mehr. Top-Fahrer schaffen Sprünge von 14 m Höhe. Voraussetzung dafür ist ein absolut professionell und technisch einwandfrei gebauter Race-Track.

Freestyle Motocross oder kurz FMX hat sich aus dem Motocross entwickelt. Ursprünglich wurden bei Motocross-Wettbewerben neben den eigentlichen Rennen zur Unterhaltung der Zuschauer "just for fun" Sprünge gezeigt. Bald begannen sich Fahrer nur auf diesen Wettbewerb zu konzentrieren, wodurch FMX sich allmählich zur eigenständigen Disziplin des Sports entwickelte und in Wettbewerben durch eine Jury entschieden wurde, welcher der Fahrer mit seiner Maschine den besten bzw. schönsten whip (s. u.) schaffte.

FMX Bike – Freestyle Motocross Modifikationen

Um auf dem heutigen Level FMX-Tricks machen zu können, sind einige Modifikationen an den eigentlich handelsüblichen MX-Bikes nötig. 

Die meisten Fahrer springen auf 250-ccm-Zweitakt-Motorrädern. Diese stellen den besten Kompromiss aus Leistung und Handlichkeit dar. Manche Fahrer setzen auf die handlicheren 125 ccm-Crosser, nehmen dafür aber Nachteile beim Beschleunigen in Kauf. Bei FMX-Contests in der Halle ist der Anlauf oft relativ kurz und da kommen die 125er schwerer auf das benötigte Absprungtempo. Viertakt-Motorräder oder Bikes mit mehr als 250 ccm Hubraum sind auf dem professionellen Level unüblich.

Die Modifikationen

Das Fahrwerk umfasst die Gabel und die Stoßdämpfer. Diese müssen von der Abstimmung deutlich härter gemacht werden als die Serienabstimmung. Das ist nötig, um die extrem hohen und weiten Sprünge sicher abzufedern. Man braucht diese Sicherheitsreserve auch, wenn sich der Fahrer verschätzt und etwas zu kurz oder zu weit springt, da dort die Wucht am höchsten ist.

Als Griffe werden die Löcher bezeichnet, die sich Fahrer in die seitlichen Startnummerntafeln schneiden. Manche Fahrer bringen aber auch Griffe an oder schneiden sich die Löcher in die Sitzbank. Die Griffe sind nötig, um alle "Seatgrab-Tricks" durchzuführen. Viele Fahrer kleben noch sogenanntes Griptape, im Prinzip Sandpapier, auf die Löcher, um einen noch festeren Halt zu gewährleisten.

Alle Fahrer verwenden sogenannte Oversized-Lenker, die im Gegensatz zu den traditionellen Motocross-Lenkern ohne Mittelstrebe auskommen. Dadurch haben die Fahrer mehr Platz für alle Tricks, die über den Lenker gemacht werden, wie zum Beispiel der "Barhop".

Viele Fahrer kürzen ihre Kotflügel, dabei vor allem den hinteren. Auch dadurch gewinnt man für manche Tricks etwas mehr Platz. Die Kürzung des vorderen Kotflügels ist eher eine Betonung des FMX-typischen Looks.

Manche Fahrer modifizieren ihre Fußrasten. Die Rasten werden breiter gemacht, um eine größere Standfläche für mehr Halt bei den Tricks zu haben. Einige Fahrer erhöhen auch die Rasten, um einige Zentimeter höher zu kommen, was wiederum bei Tricks, die über die Sitzbank gesprungen werden, hilft.

Die meisten Fahrer modifizieren ihren Motor nicht. Üblich sind aber andere Auspuffanlagen, um etwas mehr Drehmoment zu haben. Beim FMX wird oft nicht mit extrem hohen Drehzahlen abgesprungen, dafür muss man aber ein guten Gefühl für das Gas haben.

Die Namen der Tricks stammen teilweise aus dem BMX Sektor. Bei der Namenswahl/Vergabe neuer Tricks hat ein Fahrer, welcher ihn als erstes sturzfrei zeigt, traditionsgemäß einen entscheidenden Einfluss. Einen neuen Trick als erster öffentlich zu präsentieren ist das große Ziel eines jeden Freestyle MX'ers.

FMX-Tricklexikon - Die Top-Jumps:

360°
Bei diesem Trick dreht sich der Rider zusammen mit dem Bike 360 Grad um die vertikale Achse. Die Gefahr dabei ist, wie bei allen Rotations-Tricks, dass nach der Einleitung der Drehung in der Luft nicht mehr abgebrochen werden kann, ohne zu crashen. Einen 360° nicht fertig zu drehen, bedeutet möglicherweise, quer zur Flugbahn zu landen und einen extrem schmerzhaften Highsider zu fabrizieren.

BACKFLIP
Beim BACKFLIP drehen sich die Rider und das Bike einmal um die horizontale Achse, kurzzeitig sind also der Kopf der tiefste und die Räder der höchste Punkt in der Luft. Das Halsbrecherische dabei ist, dass man nach dem Absprung sehr lange in der Luft ist und erst sehr spät die Landefläche wieder sieht, die einen Orientierungsfixpunkt darstellt. Dreht sich der Rider dabei´zu wenig, landet er mit dem Kopf zuerst. Eine Überdrehung kommt eher selten vor, ist aber im Zweifelsfall die bevorzugte Alternative.

ONE-HAND TSUNAMI
Bei diesem Sprung drückt sich der Fahrer von den Fußrasten ab und macht einen Handstand auf dem Lenker. Im Optimalfall befinden sich in dieser Position der gestreckte Körper und das Motorrad in einer (vertikalen) Linie, wobei der Kopf nach hinten, also zum Absprung, blickt. Das Problem beim TSUNAMI ist, aus der gestreckten Position wieder rechtzeitig auf die Rasten zu kommen.

HART ATTACK ROCK SOLID
Dieser Trick ist ähnlich wie der SUPERMAN SEATGRAB, nur werden Beine und Körper so vertikal wie möglich gestreckt. Beide Hände greifen in die ausgeschnittenen Seitendeckel in der Sitzbank und der Körper streckt sich senkrecht nach oben. Kurz vor der vollen Streckung wird das Motorrad mit beiden Händen losgelassen. Perfekt ist der Trick dann, wenn der Körper gestreckt 90° zum Motorrad steht und der Kopf somit der Körperteil ist, der sich am Nächsten zur Sitzbank befindet, während beide Hände weit zur Seite gestreckt sind. Aus dieser Stellung greift man wieder in die Grifflöcher und zieht sich in die korrekte Landeposition. Gefährlich wird es dann, wenn man sich während des Loslassens weiter als eine Armlänge vom Motorrad entfernt, denn dann ist es schwer wieder zu ergreifen.

NINE O´CLOCK NACK
Ein Bein wird hinter dem Körper über die Sitzbank auf die andere Seite des Motorrades gezogen, während auch das zweite Bein die Rasten verlässt. Der Körper wird in horizontaler Ebene 90° (deswegen Nine O´Clock !) zum Motorrad gestreckt. Die Gefahr dabei ist, wie bei allen SUPERMAN-Variationen, aus dieser Position wieder aufs Motorrad zu kommen. Die Tatsache, dass sich der Körper quer zur Flugbahn bzw. zum Motorrad befindet, macht den Trick noch eine Stufe schwieriger.

ROCK SOLID INDIAN
Beim ROCK SOLID INDIAN greifen beide Hände in die Grab-Löcher und der Körper streckt sich waagerecht nach hinten. Währenddessen lassen beide Hände das Motorrad los und die Beine werden in einer Grätsche überkreuzt. Richtig gefährlich wird es dann, wenn es dem Fahrer nicht gelingt, das Bike wieder rechtzeitig mittels Grab-Löcher unter den Körper zu bringen.

NO-HAND SUPERMAN
Bei diesem Sprung werden beide Füße von den Rasten abgestoßen und der Körper waagerecht nach hinten über die Sitzbank gestreckt. Dann wird der Lenker ausgelassen und beide Arme zur Seite gestreckt. Hat der Fahrer nicht das richtige Timing, wird es sehr schwierig, vor der Landung wieder aufs Bike zu kommen, früh genug den Lenker zu fassen um die Füße auf die Fußrasten zu ziehen.

ONE-HAND INDIAN AIR
Der INDIAN AIR ist eine zusätzliche Variation zu einigen Tricks (z.B. zum SUPERMAN), existiert aber auch als eigenständiger Trick. Der Fahrer kreuzt hierbei seine gestreckten Beine scherenartig übereinander. Eine extreme Gefahrensteigerung besteht beim ONE-HAND INDIAN AIR. Dabei greift eine Hand in das Seatgrab-Loch und der Körper schwebt in einer waagerechten Lage. Während die zweite Hand den Lenker loslässt, werden die Beine in einer Scherenbewegung gegrätscht.

DEAD BOY
Beim DEAD BOY werden beide Beine zwischen den Armen über den Lenker nach vorne gestreckt. Zusätzlich wird auch die Hüfte gestreckt und der Kopf in den Nacken gelegt. Die Schwierigkeit liegt in der sauberen Ausführung. Optimalerweise soll der Körper gestreckt über dem Lenker bzw. "front fender" liegen und der Kopf hinter oder zumindest nach oben schauen.

CAN-CAN
Ein Bein wird über die Sitzbank vor dem Körper zur anderen Seite genommen, so dass sich beide Beine auf derselben Seite befinden. Der Name stammt zwar vom bekannten Saloon Tanz, wird jedoch englisch ausgesprochen ("Känn-Känn"). Nimmt man das zweite Bein noch von der Fußraste, nennt man das NO-FOOT CAN-CAN.

CATWALK
Auf Basis des No-Foot Can-Can mit beiden Beinen auf einer Seite des Bikes in der Luft laufen. Abhängig vom Fahrer kann der Trick auch andere Namen besitzen, z.B. MULISHA-MARSCH, SKYWALK, AIRWALK etc. One-Hand durchgeführt auch WILMA genannt, als No-Hand BARNIE.

CLIFFHANGER
Der Fahrer drückt sich nach dem Absprung von seinem Bike, um nur noch mit den Füßen unter dem Lenker zu haken. Die Hände sind dabei nach oben ausgestreckt.

COFFIN / LAZYBOY
Beim COFFIN (von engl. "Sarg") liegt der Fahrer flach auf dem Motorrad, wobei die Beine unter dem Lenker nach vorne ausgestreckt sind und der Helm auf dem Rearfender liegen sollte. Beim LAZYBOY lässt man auch noch die Hände vom Lenker los und streckt sie nach hinten weg.

FENDER KISS
Nach vorne lehnen zum vorderen Fender (Kotflügel) und den Helm so weit wie möglich zum bzw. neben den Frontfender bewegen. Dank Mike Jones heißt das Ganze KISS OF DEATH.

HART ATTACK
Ähnlich wie ein SUPERMAN SEATGRAB, nur werden die Beine und der Körper so vertikal wie möglich gestreckt und wer mag, schaut zusätzlich upside down und nach hinten oder greift mit beiden Händen (DOUBLE SEATGRAB).

HEELCLICKER
Beide Beine werden um die Arme rumgeschwungen und die Füße schlagen vorne mit den Hacken gegeneinander. Kann auch one handed nur mit einem Bein gemacht werden (BINGO BONGO).

INDIAN AIR
INDIAN AIR ist eine zusätzliche Variation zu einigen Tricks (z.B. zum Superman), existiert aber auch als alleinstehender Trick. Der Fahrer kreuzt seine gestreckten Beine scherenartig übereinander.

NAC-NAC
Ein Bein wird über das Motorrad nach hinten und zur anderen Seite geschwungen. Zusätzlich kann noch ein LOOKBACK gemacht werden. Wenn man auch noch das zweite Bein von der Fußraste nimmt, nennt man das CAT-NAC.

NOHAND LANDING
Der Fahrer nimmt beide Hände vom Lenker und landet mit "no hands". Steigert die Schwierigkeit der vorher ausgeführten Tricks und ist eine beliebte Variation.

RODEO
Den Rodeo gibt es eigentlich in zwei Arten. Als ONE HAND TABLE TOP (siehe Whip), dabei der freie Arm hoch oder nach hinten. Oder auch als RODEO CLICKER, wenn beim HEELCLICKER lediglich ein Arm mittig die Querstrebe des Lenkers hält.

SUPERMAN
Die Füße werden nach hinten ausgestreckt, während sich der Körper parallel zur Sitzbank in der Luft befindet. Lässt eine Hand den Lenker los und greift an die Sitzbank oder den Rearfender, heisst der Trick SUPERMAN SEATGRAB.

SURFER
Seitlich verdreht auf der Sitzbank stehen – wie auf einem Surfbrett.

WHIP
Der Fahrer versucht sich und sein Motorrad in der Luft so flach wie möglich zu legen. Ist der Fahrer aufrecht und drückt die Maschine runter, wird eher die BMX-Bezeichnung TABLE TOP verwendet.

Jump & Race bei Facebook
Jump & Race bei Instagram

Design, Programmierung & Hosting by Eventomaxx. Die Internet- & Webagentur in Lübeck.