Historie

Motorsport in der Ostseehalle Kiel/Sparkassen-Arena-Kiel

22 Veranstaltungen in 29 Jahren

 

- Die Chronik einer Erfolgsgeschichte -

 

Als das Organisationsteam des MSC Nordmark um den 1. Vorsitzenden Hermann David im Januar 1987 das 1. Hallen-Moto-Cross in der Ostseehalle Kiel ankündigte, konnte wohl niemand ahnen, welche abwechselungsreiche und erfolgreiche Historie sich daraus entwickeln sollte. Nach dem legendären Nordmark-Grasbahnkurs ging es den Verantwortlichen darum, den Motorsportanhängern im Norden einen adäquaten Ersatz bieten zu können und dies sollte bereits bei der Premiere gelingen.

 

Nachdem zum Auftakt 1987 der Heidenheimer Hallen-„Crack“ Harald Ott gesiegt hatte, konnte 1988 bereits der erste internationale Sieger gefeiert werden: Claus-Manne Nielsen nahm den Siegerpokal mit nach Dänemark und wurde einer der Publikumslieblinge in Kiel. Gefahren wurde „cross“ und quer durch die Ostseehalle auf einem 700-m-Rundkurs mit Abstechern über die Treppen und in die Katakomben der Halle.

 

Waghalsige Sprünge, rasante Fahrten über halbierte Baumstämme und riskante Landungen erlebten die Besucher auch 1989 beim int. ADAC-Michelin-Cup, wie die Veranstaltung damals offiziell hieß. Gewinnen sollte in diesem Jahr der für Amberg startende US-Amerikaner Bob Moore. Am „Waschbrett“ trennte sich die Spreu vom Weizen, Akrobatik auf dem „Kamelhöcker“ und Positionskämpfe am „Top-Table“ – der Hallencross hat nicht nur seine eigenen Gesetze, sondern auch seine eigene Sprache.

 

Das Halbfinale riss 1990 die 5000 Zuschauer von den Sitzen und Jochen Jasinski aus Hadamar feierte schließlich im Finale einen Start-Ziel-Sieg. Die Sitzplätze der umgebauten Ostseehalle waren ausverkauft, so dass zusätzlich Stehplatzkarten verkauft wurden; die Presse schreibt erstmals vom „größten Motorsportspektakel Schleswig-Holsteins“.

 

Bei der fünften Auflage 1991 wurde Jochen Jasinski seiner Favoritenrolle gerecht, wiederholte den Vorjahressieg und ließ den 31 anderen Fahrern aus 10 Nationen keine Chance. Als Lokalmatador gab der mehrfache deutsche Enduro-Meister Dirk von Zitzewitz in Kiel sein Hallencross-Debüt.

 

Das bislang beste internationale Hallencross-Spektakel in einer brodelnden Kieler Ostseehalle erlebten die 6000 Motorsportfans 1992 und feierten den Sieger und Superstar Claus-Manne Nielsen aus Dänemark. Rund 1000 Fans waren aus Dänemark angereist, um „ihren“ neuen Hallenkönig „Manne“ siegen zu sehen.

 

In der bis auf den letzten Platz restlos ausverkauften Ostseehalle erlebten die Zuschauer 1993 ein Spektakel an Dramatik und Begeisterung, das das Prädikat „Extraklasse“ verdiente. In zehn packenden Rennläufen hagelte es unter den 30 Top-Solisten der 125ccm-Klasse aus sechs Nationen waghalsige Überholmanöver, halsbrecherische Sprünge über die Hindernisse und atemberaubende Positionskämpfe mit Körper- und Maschineneinsatz. Im achtköpfigen Tagesfinale dann der Paukenschlag: Der große Außenseiter, der Tscheche Petr Kuchar, hielt allen Attacken der Top-Stars stand und gewann sensationell. „Hochklassiger und begeisternder, ja fesselnder geht es auch bei den US-Supercross-Spektakeln nicht zu“ lautete das Sonderprädikat des 29jährigen US-Profis aus Kalifornien Tom „Kid“ Carson.

 

Vor knapp 6500 Zuschauern stahl ein Außenseiter den Top-Favoriten bei der ersten Zwei-Tages-Veranstaltung des MSC Nordmark 1994 frech die Schau: Der Engländer Warren Edwards räumte Punkte und Prämien ab und landete einen Doppelsieg. Parallel wurden 1994 erste Überlegungen angestellt, vom bisherigen Motocross auf Betonboden mit Holzhindernissen auf den wesentlich kostenintensiveren Supercross auf Lehmboden umzusteigen.

 

Im Jahre 1995 wurde dann aber doch wieder auf Beton gefahren, die Ostseehalle bebte und 5500 Fans feierten den Publikumsliebling Jochen „JJ“ Jasinski, der zum dritten Mal in Kiel triumphierte.

 

Beim 10. int. Kieler Hallencross 1996 (wiederum auf Beton) konnte Jochen „JJ“ Jasinski seinen Erfolg vom Vorjahr wiederholen und richtete ein besonderes Kompliment an die Kieler: „Meine Lieblingshalle hat mir wieder Glück gebracht“, so das „JJ“-Lob. Für das kommende Jahr versprachen die Organisatoren den ersten Supercross-Lauf in Kiel auf Lehmboden.

 

Und tatsächlich verwandelte sich die Ostseehalle im Januar 1997 in „Kiels größte Sandkiste“. 100 Lkw-Ladungen transportierten 2000 Kubikmeter Lehm in die Halle. Bei der grandiosen Supercross-Premiere nach dem Motto „Nur Fliegen ist schöner“ setze sich am ersten Renntag der US-Amerikaner Guy Cooper vor Jochen Jasinski aus Hadamar durch. Am zweiten Renntag tauschten beide die Plätze und der Deutsche winkte unter Freudentränen als Sieger in das prallgefüllte Rund der Ostseehalle. Ohrenbetäubenden Applaus verursachten die ersten beiden Superjump-Einlagen in Kiel, bei den u.a. Jimmy Verburgh (Belgien) und Mike Jones (USA) zu überzeugen wussten.

 

Nach einjähriger Pause genossen die 6000 phasenweise frenetisch mitgehenden Zuschauer das Finalwochenende der German ADAC-Supercross-Cupserie 1999 in Kiel. Am ersten Renntag siegte der Kanadier Doug De Haan, am zweiten Renntag steuerte der introvertierte, hochkonzentrierte Finne Marko Kovalainen seine 250ccm-Honda unbeeindruckt von den Positionskämpfen seiner Kontrahenten durch den anspruchsvollen Kurs zum Sieg. Aus dem Häuschen gerieten die Fans an beiden Tagen bei den Superjump-Einlagen der Amerikaner und Franzosen.

 

Leider mussten sich die Motorsportfans bis zum Jahre 2002 gedulden, ehe wieder Supercross-Rennen in der Ostseehalle Kiel geboten wurden. Ein besonderer Coup war Ostseehallen-Chef Bernd Hölcke und dem MSC Nordmark-Vorsitzenden Hermann David damit gelungen, nach der mehrjährigen Pause gleich das Finale des ADAC-SX-Cups nach Kiel zu holen; die neue und größere Ostseehalle wurde damit Schauplatz des Höhepunktes dieser Serie, die mit amerikanischen und europäischen Spitzenfahrern besetzt war. Der Portugiese Joaquim Rodrigues kam mit dem Lehmboden am besten zurecht, siegte an beiden Renntagen und wurde damit „König der Ostseehalle“ und SX-Cup-Triumphator. „Auf ein Neues im nächsten Jahr“ lautete das positive Fazit der Organisatoren.

 

Im Januar 2003 fand wiederum das SX-Cup-Finale in Kiel statt. Die 7500 Supercross-Fans waren restlos begeistert, feierten die Tagessieger Johnny Aubert aus Frankreich sowie Shane Metcalfe aus Australien und bedachten die Freestyler mit stehenden Ovationen. Gesamtsieger des SX-Cup 2002/2003 wurde der US-Boy Casey Johnson. Diese Veranstaltung bedeutete auch den Abschied von „Mister Hallencross“ Hermann David, der seit seiner frühesten Jugend so ziemlich alle motorsportlichen Highlights Schleswig-Holsteins maßgeblich mitgeprägt hatte. Auf dem Nordmarkkurs war der „Mann mit dem eleganten Halstuch“ Chef von 30 Grasbahnrennen, der ADAC-Sachs-Rallye-Baltic und der Rallye Deutschland drückte er seinen Stempel auf. 1987 holte er das Motocross-Spektakel in die Kieler Ostseehalle und machte daraus eine echte Erfolgsgeschichte. Sein Nachfolger als Vorsitzenden des MSC Nordmark wurde und ist bis heute der Kaufmann und Motorsportler Ulrich Holzkamm.

 

Bereits im Dezember 2003 gab es eine Fortsetzung des ADAC-Supercross mit Weltklasse-Solisten und absoluten Freestyle-Spezialisten. Auf dem Siegerpodest standen am Ende mit dem Australier Jay Marmont, dem Ungarn Kornel Nemeth und dem Südafrikaner Gareth Swanepoel drei KTM-Fahrer.

 

Nach einer zweijährigen Pause meldete sich der ADAC-SX-Cup 2006 zurück. Mit Supercross und Freestyle setzten die Organisatoren auf die Kombination „Sport und Show“ – der neue Besucherrekord von 9000 Zuschauern gab den Veranstaltern Recht. Der Franzosen Florent Richier, am ersten Renntag noch Zweitplazierter hinter dem Landsmann Cedric Mannevy, konnte den Finallauf des zweiten Renntages gewinnen und wurde der neue „König von Kiel“. Das i-Tüpfelchen brachte die Show der Freestyler, bei der „Air France“ Remi Bizourd auf seinem 250ccm-Motorrad mit einem einhändigen Backflip für den absoluten Höhepunkt sorgte.

 

Nach 20 Jahren Motorsport gingen die Veranstalter im Jahre 2007 zurück zu den Wurzeln des „nackten Bodens“, auf dem einst alles mit Holzhindernissen anfing: Zum ersten Mal bekamen die Zuschauer rasante Speedway-Rennen in der Ostseehalle zu sehen – zusammen mit den Freestyle-Artisten ein echtes „Race and Jump-Weekend“. Umjubelter Speedway-Sieger wurde „Catman“ Stephan Katt aus Neuwittenbek; von den Freestylern eroberte der Südafrikaner Nick de Wit die Herzen der Zuschauer mit seinen Flügen bis unter das Dach der Halle im Sturm.

 

Speedway, Freestyle und erstmals Kart-Racing: im Jahre 2008 lockten die Baltic Jump and Race Days über 9000 Zuschauer in die Sparkassen-Arena-Kiel. Beim Speedway wurde der „König von Kiel“ gesucht. Am ersten Renntag hatte der Heidhofer Kevin Wölbert die Krone auf, im spannenden Finale am zweiten Renntag setzte sich Christian „Hülse“ Hülshorst aus Lüdinghausen durch. Die Truppe der Freestyler, die wie in den vergangenen Jahren vom Belgier Jimmy Verburgh angeführt wurde, präsentierte Artistik pur; Fredrik „Frog“ Berggren aus Schweden und der Tscheche Martin Koren wurde die „Flugkönige von Kiel“. Premiere in der Sparkassen-Arena-Kiel: Erstmals standen beim Motorsport-Spektakel auch Kart-Rennen auf dem Programm. Internationales Flair brachten neben dem Kart-Sieger Bart Nuy aus den Niederlanden auch die THW-Handballer Stefan Lövgren und Victor Szilagyi in die Promi-Kart-Rennen, die am Ende überraschend Bahnsportler Stephan Katt gewann.

 

Neuer Zuschauerrekord bei den ADAC Jump & Race Masters 2010. An zwei Tagen kamen 10000 Besucher – das Konzept aus Freestyle-Show und Motocross-Sport hat sich durchgesetzt. Der Südafrikaner Nick de Wit und der neue Star aus Belgier Gilles DeJong wurden „Flugkönige von Kiel“, Mike Kallauch aus Bremerhaven feierte einen Doppelsieg in Kiel und war von der „unglaublichen Atmosphäre in der Arena begeistert“.

 

Mit der 20. Auflage in 25 Jahren ging die Erfolgsgeschichte des ADAC Jump & Race Masters im Jahre 2012 weiter: Wieder ein neuer Zuschauerrekord mit nun 11500 Besuchern, spektakuläre Parallelbackflips auf Europas größter, mobiler Rampenanlage und packende Supercross-Rennen, bei denen der Däne Steffan Johannsen am Samstag und der Vorjahressieger Mike Kallauch aus Bremerhaven am Sonntag gewannen, sorgten für beste Stimmung beim Publikum.

 

Erstmals Supercross-Rennen in 4 verschiedenen Klassen und dazu ein Weltklasse-Freestyle-Team: Die Veranstaltung 2014 war ein großer Erfolg und begeisterte an zwei nahezu ausverkauften Tagen 12500 Besucher. Lokalmatador Davide von Zitzewitz überzeugte als Doppelsieger im Supercross – absoluter Star war der Norweger André Villa, der mit atemberaubenden Freestyle-Sprüngen in Perfektion an beiden Tagen als Sieger gefeiert wurde.

 

Bei der fünften Auflage 1991 wurde Jochen Jasinski seiner Favoritenrolle gerecht, wiederholte den Vorjahressieg und ließ den 31 anderen Fahrern aus 10 Nationen keine Chance. Als Lokalmatador gab der mehrfache deutsche Enduro-Meister Dirk von Zitzewitz in Kiel sein Hallencross-Debüt.

 

Das bislang beste internationale Hallencross-Spektakel in einer brodelnden Kieler Ostseehalle erlebten die 6000 Motorsportfans 1992 und feierten den Sieger und Superstar Claus-Manne Nielsen aus Dänemark. Rund 1000 Fans waren aus Dänemark angereist, um „ihren“ neuen Hallenkönig „Manne“ siegen zu sehen.

 

In der bis auf den letzten Platz restlos ausverkauften Ostseehalle erlebten die Zuschauer 1993 ein Spektakel an Dramatik und Begeisterung, das das Prädikat „Extraklasse“ verdiente. In zehn packenden Rennläufen hagelte es unter den 30 Top-Solisten der 125ccm-Klasse aus sechs Nationen waghalsige Überholmanöver, halsbrecherische Sprünge über die Hindernisse und atemberaubende Positionskämpfe mit Körper- und Maschineneinsatz. Im achtköpfigen Tagesfinale dann der Paukenschlag: Der große Außenseiter, der Tscheche Petr Kuchar, hielt allen Attacken der Top-Stars stand und gewann sensationell. „Hochklassiger und begeisternder, ja fesselnder geht es auch bei den US-Supercross-Spektakeln nicht zu“ lautete das Sonderprädikat des 29jährigen US-Profis aus Kalifornien Tom „Kid“ Carson.

 

Vor knapp 6500 Zuschauern stahl ein Außenseiter den Top-Favoriten bei der ersten Zwei-Tages-Veranstaltung des MSC Nordmark 1994 frech die Schau: Der Engländer Warren Edwards räumte Punkte und Prämien ab und landete einen Doppelsieg. Parallel wurden 1994 erste Überlegungen angestellt, vom bisherigen Motocross auf Betonboden mit Holzhindernissen auf den wesentlich kostenintensiveren Supercross auf Lehmboden umzusteigen.

 

Im Jahre 1995 wurde dann aber doch wieder auf Beton gefahren, die Ostseehalle bebte und 5500 Fans feierten den Publikumsliebling Jochen „JJ“ Jasinski, der zum dritten Mal in Kiel triumphierte.

 

Beim 10. int. Kieler Hallencross 1996 (wiederum auf Beton) konnte Jochen „JJ“ Jasinski seinen Erfolg vom Vorjahr wiederholen und richtete ein besonderes Kompliment an die Kieler: „Meine Lieblingshalle hat mir wieder Glück gebracht“, so das „JJ“-Lob. Für das kommende Jahr versprachen die Organisatoren den ersten Supercross-Lauf in Kiel auf Lehmboden.

 

Und tatsächlich verwandelte sich die Ostseehalle im Januar 1997 in „Kiels größte Sandkiste“. 100 Lkw-Ladungen transportierten 2000 Kubikmeter Lehm in die Halle. Bei der grandiosen Supercross-Premiere nach dem Motto „Nur Fliegen ist schöner“ setze sich am ersten Renntag der US-Amerikaner Guy Cooper vor Jochen Jasinski aus Hadamar durch. Am zweiten Renntag tauschten beide die Plätze und der Deutsche winkte unter Freudentränen als Sieger in das prallgefüllte Rund der Ostseehalle. Ohrenbetäubenden Applaus verursachten die ersten beiden Superjump-Einlagen in Kiel, bei den u.a. Jimmy Verburgh (Belgien) und Mike Jones (USA) zu überzeugen wussten.

 

Nach einjähriger Pause genossen die 6000 phasenweise frenetisch mitgehenden Zuschauer das Finalwochenende der German ADAC-Supercross-Cupserie 1999 in Kiel. Am ersten Renntag siegte der Kanadier Doug De Haan, am zweiten Renntag steuerte der introvertierte, hochkonzentrierte Finne Marko Kovalainen seine 250ccm-Honda unbeeindruckt von den Positionskämpfen seiner Kontrahenten durch den anspruchsvollen Kurs zum Sieg. Aus dem Häuschen gerieten die Fans an beiden Tagen bei den Superjump-Einlagen der Amerikaner und Franzosen.

 

Leider mussten sich die Motorsportfans bis zum Jahre 2002 gedulden, ehe wieder Supercross-Rennen in der Ostseehalle Kiel geboten wurden. Ein besonderer Coup war Ostseehallen-Chef Bernd Hölcke und dem MSC Nordmark-Vorsitzenden Hermann David damit gelungen, nach der mehrjährigen Pause gleich das Finale des ADAC-SX-Cups nach Kiel zu holen; die neue und größere Ostseehalle wurde damit Schauplatz des Höhepunktes dieser Serie, die mit amerikanischen und europäischen Spitzenfahrern besetzt war. Der Portugiese Joaquim Rodrigues kam mit dem Lehmboden am besten zurecht, siegte an beiden Renntagen und wurde damit „König der Ostseehalle“ und SX-Cup-Triumphator. „Auf ein Neues im nächsten Jahr“ lautete das positive Fazit der Organisatoren.

 

Im Januar 2003 fand wiederum das SX-Cup-Finale in Kiel statt. Die 7500 Supercross-Fans waren restlos begeistert, feierten die Tagessieger Johnny Aubert aus Frankreich sowie Shane Metcalfe aus Australien und bedachten die Freestyler mit stehenden Ovationen. Gesamtsieger des SX-Cup 2002/2003 wurde der US-Boy Casey Johnson. Diese Veranstaltung bedeutete auch den Abschied von „Mister Hallencross“ Hermann David, der seit seiner frühesten Jugend so ziemlich alle motorsportlichen Highlights Schleswig-Holsteins maßgeblich mitgeprägt hatte. Auf dem Nordmarkkurs war der „Mann mit dem eleganten Halstuch“ Chef von 30 Grasbahnrennen, der ADAC-Sachs-Rallye-Baltic und der Rallye Deutschland drückte er seinen Stempel auf. 1987 holte er das Motocross-Spektakel in die Kieler Ostseehalle und machte daraus eine echte Erfolgsgeschichte. Sein Nachfolger als Vorsitzenden des MSC Nordmark wurde und ist bis heute der Kaufmann und Motorsportler Ulrich Holzkamm.

 

Bereits im Dezember 2003 gab es eine Fortsetzung des ADAC-Supercross mit Weltklasse-Solisten und absoluten Freestyle-Spezialisten. Auf dem Siegerpodest standen am Ende mit dem Australier Jay Marmont, dem Ungarn Kornel Nemeth und dem Südafrikaner Gareth Swanepoel drei KTM-Fahrer.

 

Nach einer zweijährigen Pause meldete sich der ADAC-SX-Cup 2006 zurück. Mit Supercross und Freestyle setzten die Organisatoren auf die Kombination „Sport und Show“ – der neue Besucherrekord von 9000 Zuschauern gab den Veranstaltern Recht. Der Franzosen Florent Richier, am ersten Renntag noch Zweitplazierter hinter dem Landsmann Cedric Mannevy, konnte den Finallauf des zweiten Renntages gewinnen und wurde der neue „König von Kiel“. Das i-Tüpfelchen brachte die Show der Freestyler, bei der „Air France“ Remi Bizourd auf seinem 250ccm-Motorrad mit einem einhändigen Backflip für den absoluten Höhepunkt sorgte.

 

Nach 20 Jahren Motorsport gingen die Veranstalter im Jahre 2007 zurück zu den Wurzeln des „nackten Bodens“, auf dem einst alles mit Holzhindernissen anfing: Zum ersten Mal bekamen die Zuschauer rasante Speedway-Rennen in der Ostseehalle zu sehen – zusammen mit den Freestyle-Artisten ein echtes „Race and Jump-Weekend“. Umjubelter Speedway-Sieger wurde „Catman“ Stephan Katt aus Neuwittenbek; von den Freestylern eroberte der Südafrikaner Nick de Wit die Herzen der Zuschauer mit seinen Flügen bis unter das Dach der Halle im Sturm.

 

Speedway, Freestyle und erstmals Kart-Racing: im Jahre 2008 lockten die Baltic Jump and Race Days über 9000 Zuschauer in die Sparkassen-Arena-Kiel. Beim Speedway wurde der „König von Kiel“ gesucht. Am ersten Renntag hatte der Heidhofer Kevin Wölbert die Krone auf, im spannenden Finale am zweiten Renntag setzte sich Christian „Hülse“ Hülshorst aus Lüdinghausen durch. Die Truppe der Freestyler, die wie in den vergangenen Jahren vom Belgier Jimmy Verburgh angeführt wurde, präsentierte Artistik pur; Fredrik „Frog“ Berggren aus Schweden und der Tscheche Martin Koren wurde die „Flugkönige von Kiel“. Premiere in der Sparkassen-Arena-Kiel: Erstmals standen beim Motorsport-Spektakel auch Kart-Rennen auf dem Programm. Internationales Flair brachten neben dem Kart-Sieger Bart Nuy aus den Niederlanden auch die THW-Handballer Stefan Lövgren und Victor Szilagyi in die Promi-Kart-Rennen, die am Ende überraschend Bahnsportler Stephan Katt gewann.

 

Neuer Zuschauerrekord bei den ADAC Jump & Race Masters 2010. An zwei Tagen kamen 10000 Besucher – das Konzept aus Freestyle-Show und Motocross-Sport hat sich durchgesetzt. Der Südafrikaner Nick de Wit und der neue Star aus Belgier Gilles DeJong wurden „Flugkönige von Kiel“, Mike Kallauch aus Bremerhaven feierte einen Doppelsieg in Kiel und war von der „unglaublichen Atmosphäre in der Arena begeistert“.

 

Mit der 20. Auflage in 25 Jahren ging die Erfolgsgeschichte des ADAC Jump & Race Masters im Jahre 2012 weiter: Wieder ein neuer Zuschauerrekord mit nun 11500 Besuchern, spektakuläre Parallelbackflips auf Europas größter, mobiler Rampenanlage und packende Supercross-Rennen, bei denen der Däne Steffan Johannsen am Samstag und der Vorjahressieger Mike Kallauch aus Bremerhaven am Sonntag gewannen, sorgten für beste Stimmung beim Publikum.

 

Erstmals Supercross-Rennen in 4 verschiedenen Klassen und dazu ein Weltklasse-Freestyle-Team: Die Veranstaltung 2014 war ein großer Erfolg und begeisterte an zwei nahezu ausverkauften Tagen 12500 Besucher. Lokalmatador Davide von Zitzewitz überzeugte als Doppelsieger im Supercross – absoluter Star war der Norweger André Villa, der mit atemberaubenden Freestyle-Sprüngen in Perfektion an beiden Tagen als Sieger gefeiert wurde.

Eine wahre Jump&Race-Begeisterung löste das Masters im Jahre 2016 aus. Ein solches Freestyler-Dreamteam hatte Kiel noch nicht gesehen – Luc Ackermann siegte an beiden Tagen mit seinen spektakulären Freestyle-Kombos. Atemberaubenden Supercross-Sport boten die Fahrer auf der extrem anspruchsvollen Strecke, wo sich Toni Hoffmann und Steffan Johannsen in die Siegerlisten fuhren.

 

 

Hallen-Motocross auf Betonboden mit Holzhindernissen

1987, 1988, 1989, 1990, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1996 (10 Veranstaltungen)

 

Die Sieger:

1987: Harald Ott (GER)

1988: Claus-Manne Nielsen (DEN)

1989: Bob Moore (USA)

1990: Jochen Jasinski (GER)

1991: Jochen Jasinski (GER)

1992: Claus-Manne Nielsen (DEN)

1993: Petr Kuchar (CZE)

1994: Warren Edwards (GBR) / Warren Edwards (GBR)

1995: Jochen Jasinski (GER)

1996: Jochen Jasinski (GER)

 

 

Supercross auf Lehmboden mit Super-Jump bzw. Freestyle (ab 2002)

1997, 1999, 2002, 1/2003, 12/2003, 2006 (6 Veranstaltungen)

 

Die Sieger:

1997: Guy Cooper (USA) / Jochen Jasinski (GER)

1999: Doug De Haan (CAN) / Marko Kovalainen (FIN)

2002: Joaquim Rodrigues (POR) / Joaquim Rodrigues (POR)

1/2003: Johnny Aubert (FRA) / Shane Metcalfe (AUS)

12/2003: Jay Marmont (AUS)

2006: Cedric Mannevy (FRA) / Florent Richier (FRA)

 

 

Speedway und Freestyle (2008 mit Kart-Racing ergänzt)

2007 und 2008 (2 Veranstaltungen)

 

Die Sieger:

2007: Stephan Katt (GER) / Stephan Katt (GER)

2008: Kevin Wölbert (GER) / Christian Hülshorst (GER)

 

 

Supercross und Freestyle

2010, 2012, 2014 und 2016 (6 Veranstaltungen)

 

Die Sieger:

Supercross 2010: Mike Kallauch (GER) / Mike Kallauch (GER)

Freestyle 2010: Nick de Wit (RSA) / Gilles DeJong (BEL)

 

Supercross 2012: Steffan Johannsen (DEN) / Mike Kallauch (GER)

Freestyle 2012: Martin Koren (CZE) / Martin Koren (CZE)

 

Supercross 2014: Davide von Zitzewitz (GER) / Davide von Zitzewitz (GER)

Freestyle 2014: André Villa (NOR) / André Villa (NOR)

Supercross 2016: Toni Hoffmann (GER) / Steffan Johannsen (DEN)

Freestyle 2016: Luc Ackermann (GER) / Luc Ackermann (GER)